Absolventenfeier 2006

„Geschafft !“ dachte sich wohl so manch einer der 77 Absolventen der Studiengänge Mechatronik und Fahrzeugtechnologie, die am 05. Mai 2006 im Rahmen einer Feier in der Mensa der Hochschule Karlsruhe verabschiedet wurden.

 

Auch dieses Jahr war die Feier mit Hilfe vieler freiwilliger Helfer ein wundervoller Abend für die zahlreich erschienenen Absolventen. Ein Sektempfang im festlich geschmückten hinteren Saal der Mensa bildete um 18 Uhr den Auftakt zur Absolventenfeier. Nachdem der Prodekan Prof. Dr. Otto Iancu der Fakultät Mechatronik und Naturwissenschaften die Gäste begrüßte, hielt Prorektor Prof. Dr. Dieter Höpfel ein Grußwort mit amüsanten Rückblick auf die Zeiten der Griechen, der zeigte, dass sich in manchen Beziehungen nicht viel geändert hat.

 

Der Leiter des Studiengangsleiter Mechatronik Prof. Dr. Peter Weber und Prof. Helmut Scherf in Vertretung für den Leiter des Studiengangs Fahrzeugtechnologie riefen die Absolventen der beiden Studiengänge einzeln auf, gratulierten zum erfolgreichen Abschluss des Studiums und übergaben eine Buchspende. Mit Preisen für besondere Leistungen wurden Patrizia Maggie, Michael Bens und Benjamin Vögele vom Studiengang Fahrzeugtechnologie sowie Patrick Koch und Sascha Pisar vom Studiengang Mechatronik ausgezeichnet.

Nach dem obligatorischen Fotografieren wurde zum gemeinsamen Essen gebeten. Wieder mal sorgten Frau Haller und ihr Team der Mensa für ein wohlschmeckendes und reichhaltiges Büffet. Es gab ein sehr umfangreiches Vorspeisenbuffet, mehrere warme Hauptgerichte und eine tolle Auswahl an Nachspeisen. Dass man das Gelernte auf alle Lebenslagen anwenden kann und es ein schöner Abend für die Teilnehmern war, zeigen diese Impressionen eines Absolventen:

 

Nun wollen wir uns dem Thema offizielle Festivität, nach dem Erreichen eines akademischen Grades, einmal von der wissenschaftlich-analytischen Seite nähern. Um die Herangehensweise zu erleichtern, stellen wir uns die Absolventenfeier im ersten Schritt als geschlossenes System vor und holen uns ein wenig Hilfe aus der Systemthorie:


Dort bedient man sich bei der Systemanalyse der sogenannten Black-Box-Betrachtungsweise. Diese wird  methodisch eingesetzt, indem zur Analyse des Systemverhaltens lediglich die Beziehung zwischen Reiz bzw. Eingangssignal und Reaktion, also Output analysiert wird. Idealerweise erlaubt die mathematische Beschreibung dieser Beziehungen Rückschlüsse auf das Substrat und die Art der Verschaltungen der Signale innerhalb des Systems. Kurz gesagt: Vorne geht was rein hinten was raus und unterwegs nix verloren, im schlimmsten Fall wird halt mal was verschüttet.


Wer in der Konstruktionsmethodik aufgepasst hat, für den ist das ein alter Hut. Der weiß auch, dass immer (also eigentlich eher meistens) drei unterschiedliche Eingangsgößen in so ein System reingehen: Stoff, Energie und Signal. Stoff ist in erster Linie........... natürlich: etwas zu Trinken und ein leckeres Buffet. Die Energie bringen die einzelnen Akteure mit. Und zum Schluss noch die Signale. Hier muß man unterscheiden zwischen dem offiziellen Signalstrang: Das ist der formale Teil mit Reden, Dankeschöns, Bücherübergabe (obwohl das ist ja eigentlich schon wieder stofflich, aber gut). Zum anderen sind das die vielen, vielen Geschichten die sich Alle zu erzählen haben und das Schwelgen in schönen Erinnerungen.

 

Wie bereits eingangs erwähnt, geht in unser System ja nicht nur was rein, sondern natürlich auch was raus. Zuerst wieder den Stoff: der kluge Leser ahnt es schon: in erster Linie leere Gläser und ein bisschen heisse Luft. (die anderen Bestandteile dieser Ausgangsgröße sind demgegenüber vernachlässigbar). Dann natürlich Energie: Die wird lustigerweise bei den meisten umso mehr, je mehr Stoff sie in sich aufgenommen haben. Und zum Schluss das Signal: Die Freude darüber mit guten Freunden einen wunderschönen Abend verbracht und den Lebensabschnitt FH gemeinsam beendet zu haben.

Renata Zucić und Patrick Koch